Labels und Netzwerke

Nachhaltigkeit und Wintersport

Der Wintersport hinterlässt einen kräftigen CO2 Fußabdruck und damit ist er ein Mitverursacher des Klimawandels: Anreise, Hotels, Gastronomie, Bergbahnen, Kunstschneeanlage, Ski Equipment und Bekleidung - all das hinterlässt einen großen ökologischen Fußabdruck. Und dennoch lobt gerade das Umweltminsiterium den Sport. Im Rechenschaftsbericht zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt des Ministeriums wird der Gestaltungswille des Sport positiv hervorgehoben. Dort heißt es: "Der Sport setzt sich als wichtige gesellschaftliche Gruppe mit Vorbildfunktion ebenfalls in steigendem Maße dafür ein, dass bei Ausrüstung von Sportarten in der Natur die biologische Vielfalt nicht beeinträchtigt wird." Diesem Bild des Sports ist auch der SVS-Nord gefolgt und hat sich für seine neue Lehrteams-Ausrüstung bewusst für einen Hersteller entschieden, der sich an Nachhaltigkeitskriterien orientiert.   

Ein paar ausgewählte Labels und Netzwerke, die sich mit Nachhaltigkeit und Wintersport auseinandersetzen, sind im folgenden Zusammengestellt (kein Anspruch auf Vollständigkeit) (Vgl. dazu auch Artikel von Arne Menn im dosb Heft "Sport schützt Umwelt", Nr. 110, März 2014, S. 10).

1. Unterkunft

Bei der Wahl der Unterkunft können sich WintersportlerInnen an anerkannte Nachhaltigkeitslabels orientieren (Auswahl):

Eine Übersicht Übersicht über die 20 führenden Tourismuslabels bietet die Plattform für nachhaltigen Tourismus.

2. Skiausrüstug

  • Öko-Pioniere wie Grown - High Tech Eco Skis produzieren Skier, der 27,5 Prozent niedrigeren CO2 Fußabdruck und 32 Prozent geringeren Materialeinsatz als ein vergleichbarer konventioneller Ski hat.
  • Der oberbayrische Hersteller Amplid bietet in seinem Green Light Project  einen Freeride Ski mit einem Kern aus FSC-zertifiziertem Holz und Schaum-Inserts, die aus recycelten PET-Plastikflaschen hergestellt werden sowie einen Teleskop-Skistock aus Flachsfasern an.  
  • Die Schweizer Skischmiede Movement hat den "Green Apple" im Angebot, einen leichten Allmounten-Ski, der zu 9ß Prozent aus Recycling- oder Naturmaterialien hergestellt ist.

Die MarktführerInnen ziehen langsam nach:

  • Beipsielsweise stellt Atomic seine Skischuhe aus 80 Prozent recyclingbaren Stoffe her und es wird schnell nachwachsendes Pappelholz für die Skiproduktion verwendet.
  • Fischer produziert bereits seit 2001 mit Energie aus erneuerbaren Quellen.
  • Völkls Öko-Variante des Tourenskis "Amaruq" besteht zu 60 Prozent aus Recyclingmaterialen

Auch lohnt ein Blick auf die Nachhalitkgeitskriterien verschiedener HerstellerInnen bei der Wintersportbekleidung:

  • verschiedene Labels wie Blue-Sign und Öko-Tex geben den KonsumentInnen eine Entscheidungshilfe. Dort finden sich Informationen über Umweltschutz, Abreitsbedingungen und Gesundheit. Aber der Label-Dschungel ist heute so unübersichtlich, dass es erst einen Überblick benötigt. Der findet sich hier:
  • Greenroomvoice hat einen guten Überblick über das Nachhaltigkeitsengagement verschiedener Outdoorfirmen erstellt.